Raus in die Welt: 5 Schritte zur Einsatzstelle im Ausland

Wenn du ins Ausland willst, ist die Vorbereitung wichtig. Und dass du dir im Vorfeld Gedanken darüber machst, ob du dir das zutraust, wo du hinwillst und was du gerne machen möchtest.


1. Schritt: Ein Jahr Vorlauf einplanen

Je früher, desto besser! Die meisten Freiwilligendienste im Ausland beginnen im August oder September. Bereits ein Jahr vorher solltest du dir überlegen, wohin die Reise gehen soll. Viele Organisationen, die Freiwillige ins Ausland entsenden, bieten Info-Veranstaltungen an. Nicht selten wird eine Teilnahme vorausgesetzt, um sich bewerben zu können. Informiere dich daher frühzeitig auf den Internetseiten der Anbieter, wann und wo die nächsten Termine sind.

Wenn du für ein Jahr ins Ausland willst, solltest du dir im Vorfeld gut überlegen, ob du dir das zutraust. Wenn du unsicher bist, hilft dir unser Test "Bleiben oder Gehen?" weiter. Bei allen Trägern gibt es Fachleute, die du unverbindlich anrufen kannst. Sie beraten dich und helfen dir dabei, eine passende Stelle zu finden.

Wenn du dich fürs Ausland entscheidest, kläre für dich: Wohin soll's gehen - Europa oder Übersee? Gibt es womöglich eine bestimmte Organisation, die für dich in Frage kommt? Und: In welchem Bereich willst du dich engagieren? Willst du mit Kinder/Jugendlichen arbeiten, dich für Frieden oder Umwelt einsetzen, Kranke oder Menschen mit Behinderungen unterstützen? Du musst dich aber noch nicht ganz festlegen. Vieles kann sich später noch in Gesprächen und Seminaren klären. 

 



2. Schritt: Bewerben

In der Regel bewirbst du dich direkt bei einer Organisation - online oder per Post. Ratsam ist, sich für mehrere Stellen zu bewerben. Für Freiwilligendienste im Ausland endet die Bewerbungsfrist in der Regel im Herbst/Winter des Vorjahres. Nähere Infos findest du auf den Internetseiten der Anbieter. Oftmals bieten die Entsendeorganisationen einen Infotag an. Dort lernst du ehemalige Freiwillige kennen. Länder und Projekte werden vorgestellt. Mitarbeiter erklären dir den weiteren Ablauf.

Was konkret in deine Bewerbung gehört, erfährst du verbindlich von deiner Entsende-Organisation. Üblicherweise füllst du einen Bewerbungsbogen aus, fügst Passbilder und Lebenslauf bei. Kernstück jeder Bewerbung ist das Motivationsschreiben. Damit musst du die Organisation überzeugen, warum gerade du die oder der Richtige bist. Was erwartest du von deinem Freiwilligendienst? Warum möchtest du dich gerade hier engagieren? Beschreibe, was du besonders gut kannst, was du lernen willst und welche Erfahrungen für deine Entscheidung wichtig waren. Verfügst du über Referenzen ehrenamtlicher Arbeit in einem Verein oder der Kirchengemeinde? Dann füge die in jedem Fall bei.

 



3. Schritt: Vorstellen

Wenn du in die engere Auswahl kommst, lädt dich der Träger zu einem Gespräch ein. Bei Auslandsdiensten ist der persönliche Kontakt zum Bewerber ganz besonders wichtig. Du wirst zu einem Auswahlseminar eingeladen. Es geht um das gegenseitige Kennenlernen: Passen deine Ziele und die der Organisation zusammen? Welche Projekte kommen für dich in Frage? Im Gespräch kannst du deine Wünsche und Vorstellungen äußern. Oft finden sich dann Projekte, die zu dir passen könnten.

Die Auswahlverfahren sind je nach Organisation verschieden. Bei einigen fährst du schon mit einer Zu- oder auch Absage für ein Land nach Hause. Bei anderen erfährst du zuerst einmal, ob man dich grundsätzlich für geeignet hält. Du musst dich mit der Zusage dann selbst für eine Einsatzstelle bei Partner-Projekten der Organisation bewerben.

 



4. Schritt: Informieren und vorbereiten

Die Zusage ist da, der Vertrag unterzeichnet. Nun beginnen die Vorbereitungen. Viele Organisationen laden ihre Freiwilligen zu Vorbereitungsseminaren ein. Hier werden organisatorische Fragen geklärt: Visum, Versicherungen, Reise-Tickets, medizinische Vorsorge und so weiter. Bei einigen Organisationen ist es üblich, dass Freiwillige Sponsoren suchen. Die Spenden helfen dann, einen Teil der Kosten zu tragen.

In den Seminaren werden Tipps gegeben, wie man in seinem Umfeld (Familie, Schule, Verein, Kirchengemeinde, usw.) einen Unterstützerkreis aufbaut. In den Wochen bis zur Abreise ist es gut, wenn du dich über dein Gastland informierst und die Fremdsprache lernst oder vertiefst. Nicht vergessen, falls du dich bei mehreren Organisationen bewirbst: Sobald du dich für einen Freiwilligendienst entschieden hast, den anderen absagen.

 



5. Schritt: Jetzt geht's los

Kurz vor der Abreise bieten einige Entsendeorganisationen ein Ausreiseseminar an. Die letzten Fragen werden geklärt und Details zu Abreise und Ankunft im Gastland besprochen. Dann heißt es: Koffer packen und los geht die Reise.