Bewerben: In vier Schritten zur Wunschstelle

Lust auf einen Freiwilligendienst? Ob FSJ oder BFD: Bis zu deiner Wunschstelle sind es vier Schritte. Für einen Freiwilligendienst in Deutschland solltest du dich etwa ein halbes Jahr vorher bewerben. Aber mit etwas Glück kannst du auch kurzfristig ein passende Einsatzstelle für dein Freiwilligenjahr finden. Unsere Bewerbungstipps helfen dir weiter.


1. Schritt: Was will ich?

Du hast in Deutschland viele Möglichkeiten, um einen Freiwilligendienst zu machen. Wichtig ist, dass du dir überlegst, was du gerne tun möchtest:

1.) Wo mache ich meinen Freiwilligendienst?
Will ich ins Ausland? Mache ich den Freiwilligendienst in meinem Heimatort oder sonstwo in Deutschland?

2.) Was möchte ich tun? 
Du kannst dich zum Beispiel im Umweltschutz einsetzen, alte oder kranke Menschen pflegen, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder Menschen mit Behinderungen unterstützen. Überlege dir, was du gerne tun möchtest.

Wenn dir das Entscheiden schwer fällt, gibt es Hilfen. Mit unserem Selbsttest "Bleiben oder Gehen?" kannst du herausfinden, ob dir eher ein Freiwilligendienst im In- oder Ausland liegt. Wenn du nicht genau weißt, was für ein Freiwilligendienst zu dir passen könnte, hilft dir der Typencheck der Diakonie Hamburg weiter. 

Beim Stöbern in unserer STELLENSUCHE findest du zahlreiche Angebote. Gut möglich, dass du spannende Einsatzstellen entdeckst, auf das du von alleine nicht gekommen wärst.

Unsere evangelischen Anbieter, die so genannten Träger, bieten eine große Vielfalt an Einsatzstellen. Tipp: Es lohnt sich immer, auch direkt auf den Internetseiten der einzelnen Organisationen zu schauen. Bei allen Anbietern gibt es Ansprechpartner, die du unverbindlich anrufen kannst. Sie beraten dich und helfen dir dabei, eine passende Stelle zu finden.
 



2. Schritt: Bewerben

Ob Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst: Ein Freiwilligenjahr beginnt meistens zwischen August und Oktober. Für eine Stelle in Deutschland solltest du dich etwa ein halbes Jahr vorher bewerben. Es gibt aber zahlreiche Einsatzstellen, bei denen du auch kurzfristig mit einem Freiwilligendienst beginnen kannst.

In der Regel bewirbst du dich direkt bei einem Träger. Du kannst dich auch bei mehreren bewerben. Je nach Anbieter kann das Bewerben etwas anders ablaufen. Bei einigen kannst du dich online bewerben. Andere möchten die Bewerbung per Post bekommen. Manche Träger bieten Infoveranstaltungen an und wollen dich persönlich kennenlernen, bevor du dich bewirbst. 

Was muss die Bewerbung enthalten?

  • Anschreiben oder ausgefüllten Bewerbungsbogen des Anbieters (online oder offline)
  • Passfoto
  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben, in dem du darlegst, warum du die oder der Richtige bist.

Tipp fürs Motivationsschreiben: Beantworte dabei für dich folgende Fragen

  • Was erwartest du von deinem Freiwilligendienst?
  • Warum möchtest du dich gerade bei dieser Stelle engagieren?
  • Erzähle etwas über dich: Beschreibe, was du gut kannst, was du lernen willst und welche Erfahrungen für deine Entscheidung für diesen Freiwilligendienst wichtig waren.
  • Falls vorhanden beifügen: Referenzen über ehrenamtliches Engagement (z.B. Verein, Kirchengemeinde)

3. Schritt: Vorstellen

Der Anbieter sichtet alle Bewerbungen und prüft, ob du in die engere Auswahl kommst. Falls ja, wirst du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Du kannst dich darauf vorbereiten, indem du dir überlegst, warum du diesen Freiwilligendienst machen willst. Eine gute Begründung hilft auf jeden Fall, diese Hürde zu nehmen. 

In Deutschland kannst du oftmals in einer Einsatzstelle für einen Tag zur Probe mitarbeiten. Nach diesem Hospitationstag kannst du entscheiden: Passen die Einsatzstelle und ich zusammen?

 


4. Schritt: Zu- oder absagen

Du willst die Stelle und der Anbieter will dich? Glückwunsch! Merkst du aber schon beim Vorstellungsgespräch oder beim Probearbeiten – nee, nicht mein Ding – dann sage umgehend ab. Falls du dich für mehrere Stellen beworben hast, nicht vergessen: Sobald du bei einer Stelle zusagst, informiere sofort die anderen Anbieter. Dann haben dort andere Bewerberinnen und Bewerber eine Chance, die Stelle zu bekommen.