Kirche und Gemeinde

Typische Einsatzbereiche

Kirchengemeinden, Missionswerke, Religionsgemeinschaften, (landes-) kirchliche Institutionen und Einrichtungen, Jugendwerke.

 
Was macht man da alles?

Zum Beispiel Jugendhauskreise und andere Jugendangebote leiten, Konfirmandenunterricht, Freizeiten und Familiengottesdienste planen und im Team umsetzen, mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammenarbeiten, Büroarbeit.

 
Was sollte ich für diese Tätigkeit mitbringen?

Spaß im Umgang mit jungen und älteren Menschen, Kreativität, Flexibilität, Eigeninitiative, Selbstbewusstsein, einen Blick für das große Ganze.

 
Was bringt mir das?

Erfahrung im Umgang mit Menschen und in der Organisation von Veranstaltungen. Einblick in die Arbeitsweise von Gemeindepädagogen. Sicherheit beim Vortragen und Anleiten, persönliche Auseinandersetzung mit meinem Glauben.

 
Bulletpoints International
Typische Einsatzfelder

Für ein Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ) im Bereich "Kirche und Gemeinde" findest du natürlich vor allem Einsatzstellen in Kirchengemeinde. Aber auch christliche Hilfsdienste und Jugendwerke sowie diakonische Einrichtungen und Missionswerke bieten spannende Freiwilligendienste. 

Was tun Freiwillige da alles?

Typische Tätigkeiten im Bereich "Kirche und Gemeinde" sind zum Beispiel:

  • Kindergottesdienste und Jugendarbeit in Kirchengemeinden
  • Familien- und Seniorenarbeit
  • Gottesdienste, Freizeiten, Aktionen und Veranstaltungen vorbereiten und beim Umsetzen helfen
  • kreative und musikalische Angebote machen
  • mit Haupt- und Ehrenamtlichen zusammenarbeiten
  • Glaubenskurse/ Andachten/ Bibelkreise gestalten
  • Büroarbeiten
  • Menschen in besonderen Lagen helfen
Was sollte ich für diese Tätigkeit mitbringen?

Für eine Tätigkeit im Bereich "Kirche und Gemeinde" ist es hilfreich, wenn du Eigenschaften mitbringst wie:

  • Offenheit gegenüber Glaubensfragen
  • christliche Werte
  • Eigeninitiative
  • Teamfähigkeit
  • Kreativität
  • bereit sein, sich auf andere Kulturen einzulassen
  • Flexibilität
  • Freude am Umgang mit jungen und älteren Menschen
  • Organisationstalent
Was bringt mir so ein Freiwilligendienst?

Mit einem Freiwilligen Internationalen Jahr im Bereich "Kirche und Gemeinde" lernst du zahlreiche Menschen im Gastland kennen. Du gewinnst Einblicke ins Alltagsleben in einem anderen Kulturkreis. Das christliche Umfeld ermöglicht dir auch eine persönliche Auseinandersetzungen mit deinem persönlichen Glauben. In diesem vielseitigen Tätigkeitsbereich kannst du dich mit deinen persönlich Talenten einbringen und Neues lernen. Du gewinnst Menschenkenntnis und stärkst dein Selbstbewusstsein. 

Freiwillige erzählen
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Story

Mareike bringt
ihre Talente in
die Kirche ein

Mareike (18) macht ein FSJ in der Evangelischen Matthäusgemeinde Münster. Als Freiwillige kann sie ihre vielfältigen Talente einbringen - im Pfarrbüro Flyer entwerfen, Veranstaltungen organisieren, Gitarre spielen, Kinder bei Laune halten und vieles mehr.

 

8:00 

Mein Arbeitstag beginnt mit der Dienstbesprechung, an der alle hauptamtlichen Mitarbeiter der Gemeinde teilnehmen: der Pfarrer, die Gemeindesekretärin, der Vikar, die Familienreferentin, der Jugendreferent, der Küster und ich als FSJ'lerin. Nach einer Bibellese besprechen wir alles möglich: von Raum- und Terminplanung, über das Planen von Veranstaltungen oder Projekten bis hin zu Ankündigungen und sonstigen Absprachen.


9:00   

Heute untestütze ich zunächst die Sekretärin im Gemeindebüro. Ich bereite Geburtstagsbriefe an ältere Gemeindemitglieder vor: unterschreiben lassen, eintüten und für die Post fertig machen. Per Mail schicke ich unserere neuesten Ankündigungen an die Redaktionen der örtlichen Tageszeitungen. Zu den Veranstaltungen werden auch Plakate und Flyer gedruckt. Die Vorlagen, die ich zum Teil mitgestaltet habe, ziehe ich auf einen USB-Stick. Mit dem Fahrrad fahre ich zum Copy-Shop, wo mich die Mitarbeiter schon kennen, so oft bin ich dort. Um die Ecke ist die Post: Ich bringe Pakete und Briefe hin, kaufe Briefmarken. Auf dem Rückweg fahre ich bei der Bank vorbei und hole Kontoauszüge. 


12:00

Ich gehe über die Straße zum Jugendreferenten. Mit ihm arbeite ich am meisten zusammen. Wir bereiten gemeinsam die wöchentlichen Jugendhauskreise vor. So auch den Jugendgottesdienst, der einmal im Monat veranstaltet wird und auch einmalige Events wie Konzerte oder Freizeiten. Kürzlich hatten wir zum Beispiel ein Vorbereitungswochenende mit dem Team, mit dem wir eine zweiwöchige Sommer-Freizeit in Frankreich planen.


12:30

Mit dem Jugendreferenten geh ich zum Mittagessen.


13:30

Der "Knallfrosch-Äktschen-Tag" steht auf dem Programm. Ein buntes Spiel- und Spaßprogramm für Kinder im Grundschulalter. Dabei haben wir immer ein bestimmtes Motto – heute: "Astrid-Lindgren-Tag". Der Jugendreferent und ich gehen gemeinsam das Protokoll aus unserem Vorbereitungstreffen durch, fahren noch schnell in die Innenstadt und kaufen die restlichen Materialien für die Spiele.


14:30

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des "Ä-Tags" - wie wir ihn nennen - trudeln ein: ein buntes Team aus Jugendlichen aus der Gemeinde. Gemeinsam besprechen wir den Nachmittag und klären, wer welches Spiel macht. Dann bauen wir alles auf. 


15:15 

Die ersten Kinder kommen. Die meisten kenne ich mitlerweile schon, aber es sind immer ein paar neue Gesichter dabei. Viele kommen aus der nahen Grundschule. Heute sind es 35 Kinder. Manche werden von ihren Eltern gebracht, andere kommen aus der Nachmittagsbetreuung direkt aus der Schule.


15:30

Jetzt geht's los! Erst einmal zum Aufwärmen Fangspiele und kleine Wettkämpfe. Die Kinder werden in Gruppen aufgeteilt. Ich betreue die Pipi Langstrumpf-Gruppe: Wir pflechten Zöpfe, erzählen Abenteuer von Pipi nach und spielen ihre Spiele - zum Beispiel auf Slalomlaufen auf einem Schrubber. Danach gibt es eine kurze Andacht, wir singen Lieder. Dann gibt's Abendessen (heute: Spaghetti!). Zum Schluss machen wir wieder ein paar Spiele und ein Quiz. Mit dabei ist immer ein Mitarbeiter im "Knallfrosch"-Kostüm: der Namensgeber für den Nachmittag.


18:30

Der "Ä"-Tag geht zu Ende. Die Kinder sind noch aufgeregt und tollen herum, bis sie von ihren Eltern abgeholt werden. Auch ich bin richtig geschafft.


19:00

Wir Mitarbeiter räumen auf. Wir machen noch eine kurze Feedbackrunde: Jeder kann loswerden, was er gut und schlecht fand. Dann verabschieden wir uns, ich gehe nach Hause.

Protokoll: Klaus Martin Höfer
 

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