Handwerk und Technik

Melissa macht ein FSJ als Hausmeisterin in einem Tagungshaus des CVJM

Ein Tag mit Hausmeisterin Melissa

Melissa (18) macht ein FSJ in der CVJM-Jugendbildungsstätte Siegerland. Dort sorgt sie als Hausmeisterin dafür, dass bei den Veranstaltungen alles reibungslos läuft und Gäste sich wohl fühlen.

 

7:00

Ein Gast klingelt bei uns in der FSJ'ler-Wohnung. Er fragt nach dem Schlüssel für das Selbstversorgerhaus. Dort übernachten Gäste, die für ihre eigene Mahlzeiten sorgen und nur ein Zimmer buchen. Wenn sie anreisen, holen sie den Schlüssel vorne im Foyer an, aber dort ist so früh noch niemand. Ich übergebe den Schlüssel, den mein Kollege am Abend vorher mit in die Wohnung genommen hatte. Ich mache mich fertig für meinen Dienstbeginn, frühstücke noch eine Kleinigkeit und gehe rüber in die Jugendbildungsstätte, ein Fußweg von drei Minuten.

8:00

Der Frühdienst beginnt. Wir treffen uns im Hausleiterbüro. Zunächst lesen wir die biblische Losung der Herrnhuter Brüdergemeine. Dann wird besprochen, was heute alles zu tun ist. Zum Beispiel welche Gäste an- oder abreisen, welche Seminarräume vorbereitet oder aufgeräumt werden. Oder ob der kleine Kiosk im Hauptgebäude geöffnet wird. Heute ist es eher wenig los, aber wenn alle 144 Betten in den 47 Zimmern belegt sind, werden wir ganz schön auf Trab gehalten.

8:15

Die morgendliche Runde durchs Gebäude: Ich schließe alle Außentüren auf. Danach aktualisiere ich am Empfang mit dem Computer den Info-Bildschirm. Auf dem Monitor können Gäste lesen, in welchen der 14 Seminarräume ihre Veranstaltungen sind, was es zum Mittagessen gibt und einen Vers der heutigen Bibellosung.

Info Box

Tätigkeitsbereich "Handwerk und Technik"
Label / Titel: 
Typische Einsatzbereiche
Inhalt: 

Krankenhäuser, Gästehäuser, Akademien, Tagungshäuser, Seniorenheime, soziale und kirchliche Einrichtungen

Label / Titel: 
Was macht man da alles?
Inhalt: 

Zum Beispiel Gäste-/Kunden-Service, Veranstaltungen und Projekte mitplanen, Räume organisieren, sich um Haus- und Veranstaltungstechnik kümmern, Putz- und Aufräumdienste, kleinere Reperaturen, Gartenarbeiten

Label / Titel: 
Was sollte ich für diese Tätigkeit mitbringen?
Inhalt: 

Zuverlässigkeit, Flexibilität, Höflichkeit auch in Stresssituationen, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Eigeninitiative

Label / Titel: 
Was bringt mir das?
Inhalt: 

Einblicke in die technischen und organisatorischen Abläufe eines Gäste- und Veranstaltungshauses, handwerkliches Können, Problemlösungskompetenz, Erfahrungen in projektbezogenes Arbeiten, Teamfähigkeit, Verantwortungs- und Selbstbewusstsein, Menschenkenntnis

8:30

Ich richte unsere Cafeteria her, rücke die Stühle alle wieder ordentlich an die Tische, bringe die benutzten Gläser und Tassen in die Küche.

8:40

Toilettenrunde: Ich fülle in den WCs Seife, Toilettenpapier und Papierhandtücher auf und bringe die vollen Müllbeutel weg.

8:50

Mein Diensttelefon klingelt. Ein Mann teilt mit, dass das Sofa, das wir für unsere WG bestellt haben, kurz nach elf Uhr geliefert wird.

9:00

Ich gehe hinunter in die Keller-Etage. Dort richte ich die Kegelbahn wieder her. Einen Eimer Wasser und einen Lappen habe ich dabei, einen Staubsauger nehme ich auch noch mit. Bei der Kegelbahn stehen einige leere Cola- und Apfelschorle-Flaschen herum. Also werde ich den Kühlschrank noch aufgefüllen müssen. Zuerst ordne ich die Kugeln, danach leere ich den Mülleimer, wische die Tische ab und sauge den Boden. Im Getränkelager hole ich Nachschub. Dann bringe ich noch die benutzen Gläser in die Küche und gehe zurück ins Büro.

9:40

Eine Erzieherin des Kindergartens, der zurzeit zwei Seminarräume in der Jugendbildungsstätte nutzt, kommt ins Foyer und teilt mit, dass heute Mittagessen für zwei weitere Kinder benötigt wird. Die Info gebe ich an die Küche weiter.

9:45

Ich gehe in den Seminarraum "Silberquelle", um Holzleisten zu lackieren. Der Raum soll das Spielzimmer für die Kinder werden, die unser neues Café besuchen. Der Farbeimer steht noch von gestern Abend da und ich lackiere noch einmal über das Holz, räume dann Klebeband,  Lackeimer und Pinsel in den Keller.

10:30

Ich kontrolliere die Getränkeautomaten. Bei den Heißgetränken brauche nur das Kakaopulver nachzufüllen; die anderen Behälter sind noch ausreichend gefüllt. Dann hole ich Cola- und Wasser-Nachschub für den anderen Automaten aus dem Keller. Die leeren Getränkekästen bringe ich wieder ins Lager.

10:40

Kurz zu einer Besprechung mit Michaele, die in der Verwaltung der Jugendbildungsstätte arbeitet. Sie plant gemeinsam mit uns FSJ'lern das "Café Kostbar", das in wenigen Tagen eröffnet. Wir besprechen, wie wir das Spielzimmer für die kleinen Gäste gestalten wollen. Mittendrin klingelt das Telefon: ich nehme ab, ein Gast fragt nach einem Buchungstermin.

10:55

Ich gehe durchs Haus und entleere alle Mülleimer, vor den Eingängen, im Foyer, im Tischtennis- und Tischkickerraum und vor der Sporthalle.

11:15

Unser WG-Sofa wird geliefert. Freude pur!

12:00

Zusammen mit den anderen beiden FSJ-Kollegen baue ich das Sofa zusammen. Kurzes Probesitzen, dann gehen wir zum Mittagessen.

13:00

Erste Aktion nach der Pause: Ich bringe den Wagen mit benutztem Geschirr und Essenresten aus dem Kindergarten in die Küche.

13:05

Ich gehe runter in den Keller und bringe die Müllkutsche, die mit Abfall aus dem Hauses gefüllt ist, zu den Mülltonnen, leere sie aus und ziehe sie zurück an ihren Platz im Treppenhaus. Dann stelle ich die Papier- und Restmülltonnen für die Müllabfuhr an die Straße.

13:20

Nun darf ich wieder kreativ sein. Hoch in die "Silberquelle", dem neuen Spielzimmer fürs Café. Ich übermale ein paar Bilder mit weißer Farbe. So kommen die Sticker, die zur Dekoration darauf geklebt werden, gut zur Geltung.

13:25

Der Spätdienst meines FSJ-Kollegen hat angefangen, ab jetzt sind wir zu zweit.

14:00

Wieder eine Besprechung wegen des neuen Cafés. Wir FSJ'ler werden später dort auch bedienen und am Tresen stehen. Wir planen mit der Café-Leitung die Diensteinsätze, Abläufe und Aktionen für die Startphase.

16:20

Dienstende. Ich schließe die Türen im Keller und gehe rüber in mein Zimmer im Personalhaus. Mein FSJ-Kollege kümmert sich ab jetzt alleine um die restlichen Aufgaben. Um 22 Uhr hat er Feierabend. Und nächste Woche ist es genau anders herum: Dann hat er Frühdienst, und ich kann morgens ausschlafen.

Protokoll: Klaus Martin Höfer


Video:
Handwerk- und Technik // FSJ als Hausmeister

Tobias findet alles Technische spannend. Ob ihm ein Beruf im Handwerk liegen könnte, findet er mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in der Evangelischen Tagungs- und Bildungsstätte Schloss Beuggen heraus. Als Hausmeister repariert er mehr als nur Stühle. Er kümmert sich um Beamer und Computer, fährt den Rasenmäher und hat immer ein offenes Ohr für die Menschen, die in Schloss Beuggen zu Gast sind.

FSJ als Hausmeister in Schloss Beuggen

Stellen zum Tätigkeitsbereich
Russland
Pskow

In Pskow gibt es durch eine Partnerschaft mit der ev. Kirchengemeinde Wassenberg ein Frühförderzentrum und einen integrativen Kindergarten. Auch die Schule ist inzwischen völlig – also über alle Klassen – fertig; die Kinder werden morgens gebracht und abends geholt.

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Pskow

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Rumänien
Gimbav

Der Verein „Samariteanul Milos“ (Barmherziger Samariter) in Ghimbav (Weidenbach) bei Brasov (Kronstadt) in Siebenbürgen / Rumänien ist Heimat für derzeit 18 Kinder/Jugendliche, die teils von der Straße kommen, teils von ihren Eltern verlassen wurden. Der Verein möchte ihnen eine Zukunft eröffnen durch das Leben in einem familienähnlichen Umfeld, der Aufarbeitung ihrer oft trauma­tischen Erfahrungen, der Anleitung zu einem eigenverantwortlichen Leben.

Großbritannien

 

Das Kloster in Hilfield ist die nationale Zentrale der anglikanischen Franzis­kaner und ein Ort der Ruhe und Einkehr für Gäste. In einem neuen Projekt soll mit Hilfe von Freiwilligen auf dem großen Gelände der Klosteranlage ein Zentrum für Frieden und Umwelt („Project for peace and environment“) errichtet werden. Mit seinen Veranstaltungen, Kursen und Seminaren möchte das Zentrum Menschen zu einem tieferen Verständnis ihres Eingebundenseins in die Schöpfung und ökologischer Zusammenhänge anleiten.

Uganda
Mpererre (Vorort von Kampala)

Ein Rehabilitationszentrum für Kinder mit Behinderungen in Kampala. Kinder mit Behinderungen werden im Zentrum untersucht, erhalten medizinische (Verbände, Gipse..), therapeutische (Kranken- und Beschäftigungstherapie) soziale (Sport, Spiel, Beratung, Kreatives) Versorgung sowie psychosoziale Unterstützung. Sie werden mit einem Elternteil aufgenommen, welche auch unterrichtet werden, um etwas über die Behinderung ihrer Kinder zu lernen und die Kinder später zu Hause weiter zu fördern.

Uganda
Ngogwe (Dorf zwischen den Städten Kampala und Jinja)

YARD ist eine Organisation im ländlichen Raum und unterstützt unterschiedliche Projekte. Die Hauptarbeitsgebiete sind: 1. die nachhaltige ländliche Entwicklung in den umliegenden Gemeinden; 2. die Unterhaltung eines Berufsbildungszentrum im Dorf Ngogwe (zwischen den Städten Kampala & Jinja), wo die hauptsächliche Einsatzstelle des Freiwilligen ist. Hier werden junge Menschen in handwerkliche Berufe wie Tischler_in, Maurer_in, Schneider_in, Elektriker_in oder Friseur_in sowie Sekretär_in und Erzieher_in ausgebildet.

Uganda
Nakaloke (in der Nähe von Mbale)

Gemeinschafts- und Gemeinwesenprojekt für ländliche Entwicklung und Ökologie: Gesundheitszentrum, ökologische Bildungsarbeit in den anliegenden Dörfern, Waisenhaus, Baumschule und Kräutergarten. Einsatzmöglichkeiten: Mithilfe im ökologischem Bereich, im Waisenhaus mit den Kindern, in der beruflichen Bildung (Werkstätten, PC Kurse, Englisch), Gästebetrieb, Landwirtschaft.

Angola

Für den Freiwilligendienst in Angola bietet der ICJA e.V. verschiedene Einsatzstellen an, so zum Beispiel im Schulunterricht assistieren.

Hinweise zum Bewerbungsverfahren:
Ihr habt die Möglichkeit entweder zum Jahresanfang oder im Sommer auszureisen. Die Platzvergabe findet fortlaufend statt. Eine frühe Bewerbung erhört daher die Chancen für euch platziert zu werden. Dazu müsst ihr folgende Bewerbungsfristen beachten:


-Ausreise im August 2020; Bewerbungsfrist bis 05.01.2020

Deutschland
Sinsheim

Pack mit an in Haus und Hof: Hauswirtschaft, Service und Zimmer. Hilf mit in der Großküche. Werde handwerklich tätig. Erstelle Kurzfilme und Trailer. Kümmere dich um Autos und Maschinen. Mähe, gieße und pflege den Garten. Pack mit an in Haus und Hof. Du hast die Chance, mehrere Bereiche kennenzulernen. Darüber hinaus: Begegne Missionaren. Erlebe gemeinsame Einsätze. Bekomme Impulse aus aller Welt. Gestalte Missionsevents mit. Mache eine kurze Begegnungsreise ins Ausland. Lerne und wachse durch unsere Teamtage einmal in der Woche bei Workshops und Mini-Seminaren zu aktuellen Themen. Praktisch wird es bei Einsätzen in Flüchtlingsunterkunft und Seniorenheim und bei Kinder und Jugendstunden. Highlight: die begleitete Gebets- und Begegnungsreise ins Ausland. Und erlebe: Bibel und Gebet, gelebten Glauben, gemeinsames Lernen, tägliche Andachten, Teamgemeinschaft mit Bibel, Andacht, Lobpreis und Gebet und freiwilligem Bibelkurs. Lerne dich und andere besser kennen und lebe deinen Glauben! Sport, Spiel und Spaß kommt nicht zu kurz.

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