Bin 36, arbeitslos und habe eine Eigentumswohnung. Ich werde ein BFD machen, aber das Taschengeld reicht nicht einmal für die Grundsicherung. Gibt's irgendwie Unterstützung ?

Im Vergleich zu einem Job-Gehalt ist das Taschengeld bei einem Freiwilligendienst meist deutlich geringer. Je nach Einsatzstelle und persönlicher Situation können Freiwillige auch Wohngeld und/oder Verpflegungsgeld bekommen. Während dem Freiwilligendienst zahlt die Träger-Organisationen die Sozialversicherungen für dich. Allerdings soll und darf ein Freiwilligendienst eine reguläre Erwerbsarbeit nicht ersetzen. Die Idee des freiwilligen sozialen Jahres ist ursprünglich, vor allem jungen Menschen zwischen Schule und Beruf eine Möglichkeit zur beruflichen Orientierung zu geben. 

Im fortgeschrittenen Alter mit zunehmenden Verpflichtungen (wie z.B. Eigentumswohnung) wird das natürlich schwieriger. Es gibt je nach Lage die Möglichkeit eine Grundsicherung (umgangssprachlich "Hartz IV") zu beantragen und gleichzeitig mit einem Freiwilligendienst etwas hinzuzuverdienen. Bei der Berechnung der Grundsicherung wird das Taschengeld allerdings mit angerechnet. Es bleibt einem von dem Taschengeld ein Freibetrag von 200 Euro. 

Bei einem Freiwilligendienst ist das Finanzielle eher bescheiden. Andererseits kann der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein Gewinn sein, indem man sich persönlich und beruflich neu orientieren und sich aus einer Sackgasse heraus manövrieren kann. Man knüpft neue Kontakte, lernt Neues dazu, sammelt berufliche Erfahrungen in einem neuen Tätigkeitsfeld. Insofern kann der Freiwilligendienst den Horizont erweitern und ein Sprungbrett für eine neue Karriere sein. 

Das Für und Wider abzuwägen, ist sicherlich nicht einfach. Ich empfehle dir, dich in Bezug auf deine persönliche Situation bei dem Träger, wo du den BFD machen wirst, beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Dir bestimmt auch sagen, welche für Möglichkeiten es für weitere Unterstützung in deiner Region/ Kommune gibt.