Natur- und Umweltschutz

Carolin macht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr

Ein Tag mit Carolin im Einsatz für eine bessere Umwelt

Carolin (19) macht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr - kurz FÖJ. Ihre Einsatzstelle ist das Haus am Schüberg, ein Bildungszentrum der Evangelischen Kirche in Ammersbek in der Nähe von Hamburg. 

 

9:00 

Ich komme im Büro an, das ich mir mit einer anderen FÖJ'lerin teile. Keine fünf Minuten Fußweg sind es dorthin von der  WG, in der ich wohne.  Erst mal die E-Mails checken und Fragen beantworten. Meistens geht es um organisatorische Angelegenheit bei Projekten, die von uns mitgeplant werden. Zum Beispiel die Fahrradsternfahrt zum Thema Klimaschutz. Wir laden zu einer Rundfahrt ein, bei der die Teilnehmer an verschiedenen Stellen zu uns stoßen. Außerdem gibt es bei der Fahrt Fahrradgottesdienste zu dem Thema.

9:30

Die Mails mit Anfragen zur Sternfahrt sind erst mal gecheckt und kurz beantwortet. Jetzt recherchiere ich, wo wir eine Musikanlage für die Veranstaltung herbekommen. 

10:00

Weiter geht's am Telefon und am Computer. Die Fahrradsternfahrt ist nicht das einzige Projekt, an dem ich arbeite. Zum Beispiel beraten wir Kindertagesstätten, ob die Knete, mit denen die Kinder spielen, ökologisch vertretbar und gesundheitlich einwandfrei ist. Ich frage dann bei dem Hersteller nach, wie die Knete hergestellt wird und aus welchen Materialien sie besteht. Die Information schreibe ich auf, damit wir den Kitas gezielt Auskünft geben können. Es gibt bei uns auch noch andere Aktionen wie die Europäischen Apfeltage. Da habe ich ganz handfest beim Aufbau eines Verkostungsstandes geholfen und dann auch dort Äpfel seltener oder alter Sorten angeboten.

Info Box

Tätigkeitsbereich "Natur- und Umweltschutz"
Label / Titel: 
Typische Einsatzbereiche
Inhalt: 

Schutzstationen, Naturschutz- und Umweltverbände, Umweltbildungseinrichtungen, Umweltämter, Umweltforschungseinrichtungen, Nationalparkhäuser, Schulen mit ökologischem Schwerpunkt, Entwicklungspolitische Einrichtungen, Ökologische Landwirtschaftsbetriebe

Label / Titel: 
Was macht man da alles?
Inhalt: 

Zum Beispiel praktische Arbeiten (Vogelzählungen, Kartierungen, Reparaturen), Landschaftspflege- und Schutzmaßnahmen, Büroarbeit (Telefonieren, Informationen recherchieren, Auskünfte erteilen), Umweltbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Arbeiten in der ökologischen Landwirtschaft

Label / Titel: 
Was sollte ich für diese Tätigkeit mitbringen?
Inhalt: 

Die Vollzeit-Schulpflicht muss erfüllt sein, Interesse an ökologischen Fragen, Bereitschaft sich zu engagieren

Label / Titel: 
Was bringt mir das?
Inhalt: 

Einblick in einige grüne Berufe, Berufsalltag kennenlernen, viele Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen, neue Interessen entwickeln, Steigerung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens, man lernt eine Menge coole Leute kennen

11:00 

Im Haus am Schüberg findet eine Fachkonferenz zum Thema Nachhaltigkeit statt. Ich erzähle dort, an welchen Projekten ich gerade arbeite und informiere auch über die Handy-Sammelbox, die bei uns im Haus aufgestellt werden soll. Die Besucher und Seminarteilnehmer können dann überlegen, ob sie beim nächsten Mal, wenn sie zu uns kommen, alte Handys mitbringen, damit die Rohstoffe wiederverwendet werden. Wenn gerade kein Seminar ist und es auch bei den Projekten nichts zu tun gibt,  kümmere ich mich um meinen eigenen Blog. Da schreibe ich über vegane Ernährung und nachhaltige Lebensweise (www.oekozwergin.blogspot.com). Manchmal helfe ich auch dem Gärtner beim Gestalten der Kräuterbeete. Und einmal in der Woche bin ich auch im Hofladen.

13:00 

Mittagessen im Speisesaal des Bildungszentrums, dem Haus am Schüberg. Rund 30 Menschen arbeiten dort, aber meist bin ich so mit fünf oder sechs von ihnen beim Mittagessen. Weil ich vegan esse, wird für mich extra etwas zubereitet.

14:00 

Mit dem Fahrrad und der U-Bahn fahre ich nach Hamburg zum Hauptbahnhof. In der Nähe ist das Büro des BUND, wo ich eine Kollegin treffe, mit der ich eine Marktbegehung mache: Wir schauen uns die Coffeeshops in der Innenstadt an und schreiben auf, ob sie ökologisch hergestellte und fair gehandelte Produkte anbieten. Und ob man eigene Becher mitbringen kann. Das wäre gut, denn es wird ganz schön viel Kaffeebecher-Müll erzeugt. Das sieht man zum Beispiel an den vollen Mülleimern in der Umgebung der Coffeeshops.

14:30 

Wir haben jetzt unsere kleine Tour ausgearbeitet und machen uns mit Stift und Notitzblock auf den Weg, um die Coffeeshops abzuklappern. Solche Marktbegehungen machen wir öfters. Manchmal dauern sie auch einen ganzen Tag oder noch länger. Vor Weihnachten haben wir zum Beispiel recherchiert, wo fair gehandelte Schoko-Weihnachtsmänner verkauft werden. Über die Ergebnisse hat dann der BUND die Medien informiert. Wir beide wurden daraufhin von einer Hamburger Zeitung interviewt und es wurde auch ein Foto von uns veröffentlicht.

17:00 

Jetzt ist erst mal Schluß mit den Coffeeshops. Und ich habe Feierabend.

Protokoll: Klaus Martin Höfer
 


Video:
Natur- und Umweltschutz // FSJ

Julian macht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Bildungs- & Tagungszentrum Pappenheim. Das liegt in einem bayrischen Naturpark. Abenteuer- und Erlebniswanderungen mit Kindern und Jugendlichen sind aber nur ein Teil seines vielseitigen Engagements.

  • Weitere Infos rund um Freiwilligendienste bei der Evangelischen Jugend in Bayern (ejb): www.ejb.de
Stellen zum Tätigkeitsbereich
Georgien

Aufgabenfeld der Organisation: Die Organisation IDP Women Association ‚Consent’ arbeitet an der nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen, der Sicherheitslage und einer erfolgreichen Integration von intern Vertriebenen und anderen Minderheiten in Georgien. Dies soll mittels eines besseren Zugangs zu Gesundheit, Bildung und Arbeitsplätzen erreicht werden. Zielgruppen sind besonders Frauen und Jugendliche, die über ihre Rechte und Chancen informiert werden. Der multikulturelle Dialog soll ermöglicht und gefördert und Lobbyarbeit für die intern Vertriebenen geleistet werden.

Georgien

Arbeitsbereich der Organisation: CENN beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft, Organisationsentwicklung, Forschung im Bereich Umweltschutz, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, Kommunikation und Umwelt. Ziel ist der Aufbau einer modernen Gesellschaft, die natürliche Ressourcen und die Umwelt allgemein schützt und achtet. Mit dem Aufbau einer starken und verantwortungsbewussten Zivilgesellschaft, einer guten Regierung und einer funktionierenden Wirtschaft sollen die natürlichen Ressourcen erhalten und die Lebenssituation der Bevölkerung verbessert werden.

Costa Rica

Asomobi wurde 1999 von 15 Frauen gegründet, die zunächst ausschließlich Kaffeeanbau und -Verarbeitung betrieben. Heute gehören auch die Vermarktung des Kaffees und der ländliche Tourismus zu ihren Arbeitsfeldern, sie betreiben sogar eine eigene Herberge. Die Frauen sind darüber hinaus zunehmend im Bereich Umweltschutz und -erziehung tätig: Eine Sammelstelle für Glasflaschen, Plastik- und anderen Müll wurde eingerichtet, aus natürlichen und recycelten Materialien werden Modeschmuck und Schlüsselanhänger hergestellt und an Touristen verkauft.

Honduras

Für den Freiwilligendienst in Honduras bietet der ICJA e.V. verschiedene Einsatzstellen an, beispielsweise Projekte im Bereich Menschenrechte, Umwelt- und Tierschutz, Arbeit mit Jugendlichen und viele mehr.

Hinweise zum Bewerbungsverfahren:

Ihr habt die Möglichkeit entweder zum Jahresanfang oder im Sommer auszureisen. Dazu müsst ihr folgende Bewerbungsfristen beachten:

-Ausreise im August 2020; Bewerbungsfrist bis 05. Januar 2020

Die Platzvergabe findet fortlaufend statt. Eine frühe Bewerbung erhört daher die Chancen für euch platziert zu werden.

Spanien

Für den Freiwilligendienst in Spanien bietet der ICJA e.V. verschiedene Einsatzstellen an, beispielsweise Menschen mit Behinderung unterstützen.


Hinweise zum Bewerbungsverfahren:
Ihr habt die Möglichkeit entweder zum Jahresanfang oder im Sommer auszureisen. Dazu müsst ihr folgende Bewerbungsfristen beachten:

-Ausreise im August 2020; Bewerbungsfrist bis 05. Januar 2020

Italien
Turin

Thema: For a sustainable future
Ort: Turin (Italien) und Leipzig (Deutschland)
1. Termin: 15.07. bis 22.07.2019 (Turin)
2. Termin: 21.10. bis 28.10.2019 (Leipzig)
Alter: Junge Erwachsene von 20 bis 30 Jahren
Förderung: Erasmus+
Sprache: Englisch

Junge Erwachsene, im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, aus Deutschland, Italien, Portugal und Ungarn treffen sich, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und innovative Formen des Konsums und der Produktion unter Berücksichtigung von Umwelt und Menschenrechten zu schaffen.

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